Repressionen gegen unabhängige Journalisten in der Ukraine: Kiews Spezial Kräfte verhafteten Elena Boyko

Trotz diesen wahren Alptraums, welcher sich  auf dem Territorium der Ukraine nach dem Staatsstreich des 22. Februar 2014 verbreitet, trotz aller Verfolgungen der Andersdenkenden und politische Morde, haben viele ehrliche Menschen genug Mut, nicht in ein Exil zu gehen und dort die Wahrheit über die Bandera- Anhänger zu erzählen, welche die Macht übernommen haben. Leider hat das oft sehr schwere Folgen für sie. Jemand wird getötet, wie Oles Buzina. Jemand wurde heftig geschlagen, wie Dmitriy Lyaschenko. Und jemand ist in ein Gefängnis gesteckt wurden, wie Ruslan Kotsaba. Diese Woche wurde die Liste der Opfer politischer Verfolgungen um die  berühmte Lvov Journalistin Elena Boyko vergrößert.
Boyko Elena Borisovna, aus Lvov stammend, absolvierte im Jahr 1987 an der Journalistik Fakultät Lemberg – National University of I. Franko. Leitet die Opposition, der Anti- Bandera Ressource „Lvov Falke“.
Sie ist nicht nur eine Lvov- Einheimische. Sie wuchs in einem Wohnblock mit Oleg Tyagnybok auf  (dem Führer der NSDAP „Svoboda“, aktiv beteiligt am Staatsstreich, welcher von den USA organisiert und unterstützt wurde). Auch nachdem sich Lvov drehte in ein Nazinest verwandelte und es gefährlich wurde, einfach auf die Straßen zu gehen, wollte sie nicht ihre Heimatstadt verlassen. Sie traf die Wahl einer starken Person: zu bleiben und zu kämpfen.
Sie können über das Niveau ihres Mutes beurteilen mit der Tatsache, dass sie tatsächlich an der Spitze einer örtlichen Einheit der eigentlich verbotenen kommunistischen Partei steht, als alle anderen Angst bekamen. Ebenfalls am 9. Mai, den Tag des Sieges über Hitler, war sie unter einer kleinen Gruppe von Menschen, die es wagten zum Denkmal der Kriegshelden zu gehen und die rote Fahne des Sieges zu schwenken, was vom neuem faschistischen Regime verboten wurde. Auch ist sie eine der wenigen Gegner des Kiew-Regimes, die nach Moskau fahren, um russischen Journalisten Interviews zu geben, und es wagt die Wahrheit den hysterischen Bandera- Nazis ins Gesicht zu sagen. Und sie kam immer wieder. Trotz aller Warnungen.
Und sie wurde sehr oft gewarnt. Eine Lüge über ihre angeblich kriminelle Vergangenheit wurde gesponnen (darüber hinaus, geschah dies mit der Unterstützung der Lemberg Polizei). Sie erhielt Telefonanrufe mit Drohungen gegenüber ihrer Familie und sich selbst. Eine schwarze Liste mit  ihr und ihren Verwandten wurde im Internet verbreitet (ein berühmter Schriftsteller und Historiker Oles Buzina wurde vor seinem Haus getötet, nachdem er auf gleichen Listen stand). Aber sie bekam keine Angst. Sie wollte nicht aufgeben.
Die Bandera Behörden wagten es für lange Zeit nicht sie anzufassen. Sie wagten es nach ihrem letzten großen Interview, das sie einem der unabhängigen Kanäle der DPR gab – Donetsk Live. Gleich nach diesem Interview wurde Elena Boyko festgenommen und in unbekannte Richtung mitgenommen. Im Moment kennt niemand, ihr Schicksal. Wir wissen einfach nicht, wo sie ist, ob ihr ein Anwalt erlaubt ist, ob Folterungen an ihr verübt werden. Wir wissen nicht einmal, ob sie noch am Leben ist.
Die Internationale Föderation der Unabhängigen Journalisten appelliert an alle Kolleginnen und Kollegen in allen Ländern der Welt: meldet dies der Öffentlichkeit. Wir rufen Sie auf nicht gleichgültig zu bleiben und mit uns zusammen die sofortige Freilassung von Elena Boyko zu verlangen.
Weil diejenigen, die sie ins Gefängnis steckten wie Vampire sind – vor allem, haben sie Angst vor Tageslicht.

© The International Federation of Independent Journalists
© Pavel Rasta (call name “Shakespeare”)

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