Video: Rechter Sektor- Treffen gegen Poroschenko 21.07.2015

Hunderte von ukrainischen Rechten marschierten in Kiew am Dienstag um gegen die Regierungspolitik, im Zuge einer tödlichen Konfrontation zwischen radikalen Nationalisten und der Polizei im Westen des Landes, zu protestieren.
Rechter Sektor- Militante halten die Streitigkeiten mit lokalen ukrainischen Behörden am Laufen und ‚Amnesty International‘ hat die Gruppe der Gefangenennahme und Folter von Zivilisten angeklagt. Die Aktivisten behaupten, sie versuchen gegen Korruption und Vetternwirtschaft vorzugehen, aber die ukrainischen Behörden beschuldigen den Rechten Sektor der Anwendung von Gewalt, um seine Ziele zu erreichen.

Während der Rede am Dienstag auf dem Kongress des nationalen Rechten Sektors forderte Gruppenleiter Dmytro Yarosh ein Referendum um Präsident Petro Poroschenko und seine Regierung anzuklagen.
Yarosh forderte auch die Anerkennung der Freiwilligenbataillone und ihr Recht, Waffen zu tragen, sowie die Einführung des Kriegsrechts.
Unterstützer des Rechten Sektors versammelten sich am Dienstagabend auf dem Hauptplatz von Kiew um Yarosh’s Antrag zu unterstützen.
Yarosh erzählte den Fans auf dem Platz, dass die  neue Regierung, die das Janukowitsch-Regime ersetzte, nur „ausgetauschte Namen“ seien, aber nicht das politische System änderten.
„Wir sind eine organisierte, revolutionäre Kraft, welche die neue Phase der ukrainischen Revolution eröffnet“, sagte er dem Umzug.
Die ukrainische Regierung hat versucht sich zügelnd in die Freiwilligenbataillone einzumischen, welche sich oft an vorderster Front in der Ostukraine positionierten, wo Soldaten zögerten und ermutigt wurden der Nationalgarde und Polizei beizutreten. In Wirklichkeit tragen noch Hunderte von Männern ohne Genehmigung Waffen im von der Regierung kontrolliertem Teil des Ostens.
Zwei Mitglieder des Rechten Sektor wurden Anfang diesen Monats getötet, nachdem deren Gruppe die Polizei in der westlichen Stadt Mukatschewe mit Gewehrfeuer und Granaten angegriffen hatte. Die Polizei reagierte und umstellte dann einige bewaffnete Männer in einem Waldgebiet von Mukacheve und haben seitdem versucht ihre Kapitulation auszuhandeln.
Der Rechte Sektor besteht darauf, dass diese Männer versuchten lokale Polizisten zu konfrontieren, die, wie er sagte, in einem großen Schmuggelgeschäft in der Region beteiligt waren.
In einer Stellungnahme sagte der Rechte Sektor am Dienstag, dass er die Männer in Mukatschewe nicht kontrolliert, nicht genau wisse, wie viele Männer immer noch da draußen seien, doch es wahrscheinlich neun sind.
Die festgefahrene Situation in Mukacheve bewirkte eine Spaltung im Rechten Sektor von mehreren Dutzend Kämpfern, welche das Bataillon verließen um sich anderen im Protest anzuschließen.

 

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